container P1

> p r o j e k t e
 
Container P1 1990 - 2000
Absicht

Der Container ist eine studentische Innovationswerkstatt in der ArchitekturstudentInnen sich neben dem Modellbau auch mit bautechnischen Experimenten im Maßstab 1:1 befassen.
Bei diesem Projekt sollten Dämmmaßnahmen körperlich erfahrbar gemacht werden. Taupunkt, Luftdichtheit und k-Wert wurden aus der rechnerischen Abstraktion in die Praxis geholt. Durch die Dämmung des Wellblechdaches wurde erreicht, dass bei winterlicher Nutzung des Containers die lüftungsbedingten ( i = 15C°) CO Emissionen jährlich um etwa 25 % (= 5t CO ) reduziert werden.



Seilnetz

Aufgrund der fragilen Dachkonstruktion aus Wellblech, war von Anfang an klar, dass die Wärmedämmung unabhängig von der Dachhaut angebracht werden musste.
Die Entscheidung für ein Seilnetztragwerk war die technisch spannenste Lösung und wurde umgesetzt.
Technische Daten:
 
Gesamtlänge der Seile:
Dicke des Seils:
Maximaler Zug auf einem Seil:
Anteile der Tragseile am Gesamtstich:
Maximaler Stich im Tragseil:
Maximaler Stich im Spannseil:
Faktor der Vorspannung:
Lastannahme:
137,59 m
4,0 mm
239,90 kg
67 %
0,47 m
0,45 m
1,0
10,1 kg

tragende Haut

Als Dampfbremse ist aus ein Meter breiten Bahnen großnoppiger transparenter Verpackungsfolie eine tragende Haut für die Wärmedämmung überlappend zusammengenäht worden.
Technische Daten:
 
Noppendurchmesser:
Noppenhöhe:
30 mm
10 mm
3-lagig frei von Weichmachern, Halogen, Chlor, Schwefel und Silikonen
ohne Cadmiun, Blei oder sonstige Stabilisatoren aus sog. schweren Metallen
voll recyclingfähig und unschädlich bei Müllverbrennung



Dämmung

Als Dämmmaterial wurde der Zellulose-Dämmstoff Isofloc mit einer Stärke von ca. 18 cm und einem Gewicht von 9 kg/qm von einem Fachbetrieb eingeblasen.
So schwebt die Dämmung wie eine transpartente Steppdecke unter der gebogenen Dachhaut.
Technische Daten:
 
sortiertes Tageszeitungspapier, Borax und Borsäure als Brandschutz und Konservierung
Wärmeleitzahl (DIN 4108):
spez. Wärmekapazität:
Wasserdampf-Diffusionswiderstand:
Normalfeuchte:
max. Feuchte bei Wärmeleitfähigkeit lt.Zul.:
Herstellenergie-Aufwand:
gesamter Primärenergie-Aufwand:
0,045 W/mK
1940 J/kgK
1/2
ca. 10%

20%
ca. 6 kWh/m³
ca. 58 kWh/m³
Ergebnis

Mit der Dämmung des Dachs ist der Container jetzt ganzjährig als Experimentierbaustelle nutzbar.
Vom puren Wellblechdach zum gut gedämmten Bauteil:
der k-Wert wurde von 5,88 W/m²K auf 0,24 W/m²K verbessert.
Es wurden mehrere Messpunkte gesetzt, um eine Beurteilung der erfolgten Maßnahmen möglich zu machen.

Weitere Reduktion des Energieverbrauchs sollten erfolgen: z.B. Dämmmaßnahmen an Wärmebrücken und die Verminderung des extrem hohen Luftwechsels durch Abdichtungsarbeiten (Luftwechselrate von derzeit β=5h auf β=1h ). Grundlage hierfür bildet eine Thermographische Untersuchung des Bestands, die im Rahmen einer studentischen Arbeit 1999 im Fachgebiet Gebäudetechnik erstellt wurde.

Eckpunkt zwischen Container, Halle und Wellblechdach:
extreme Wärmebrücke






nach oben

 
 

English Abstract

Container P1
>>> pop-up

Chinese Abstract


>>> pop-up