transcampus.de ist eine Internetplattform für hochschulübergreifende
Studienformen der HfbK Hamburg.
Zunehmend sind Kooperationsprojekte zwischen den Hochschulen üblich
und auch wünschenswert. Unsere Erfahrung ist, dass das Interesse
der Studierenden an solchen Projekten groß ist. Der tatsächliche
Austausch der Studierenden - gerade bei über die eigene Stadt
hinaus gehenden Projekten – ist aber eher schwierig. Hier
liefert transcampus.de eine Unterstützung. Konkrete Kooperationsprojekte
werden über die Einrichtung dieser Domain betreut und erreichen
über das für (fast) alle zugängliche Internet eine
größere Öffentlichkeit, die über die Grenzen
der Hochschulen hinausgeht.
Das Internet wird als campusübergreifendes Lern- und Lehrfeld
sowohl für Studierende als auch für ProfessorInnen erschlossen.
Bei transcampus.de handelt es sich um eine Konzeptentwicklung, ein
didaktisches Experiment. Aus den während dieses experimentellen
Projektes gesammelten Erfahrungen sollen übertragbare Konzepte
entwickelt werden, die den veränderten Lebens- und Lernbedingungen
der Studierenden gerecht werden und ein zeitgemäßes Studium
im Informationszeitalter ermöglichen.
http://www.transcampus.de
Evaluation
Transcampus.de wurde zum ersten Mal für den Studentischen
Passivhaus Preis 2001/2002 eingesetzt. Im Rahmen des Passivhaus,
an dem sechs norddeutsche Hochschulen teilnahmen, wurde zur Erleichterung
und Belebung der Kommunikation über räumliche Distanzen
eine wettbewerbsbegleitende Internetplattform unter www.passivhaus.transcampus.de
angeboten, die sowohl Studierende als auch Lehrende einlud, mit
den neuen Medien zu experimentieren.
Über www.passivhaus.transcampus.de wurden Links zu passivhaus-relevanten
Informationen, Produkten und interessanten gebauten Beispielen im
Netz angeboten. Konstruktionsdetails konnten direkt abgerufen werden.
Eine Hotline für Studierende ermöglichte den gleichberechtigten
Zugang zu den ProfessorInnen aller Hochschulen. So konnten alle
Beteiligten die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen der Lehrenden
nutzen. Ein ständig aktualisierter Veranstaltungskalender vereinfachte
kurzfristige Terminabsprachen.
Statistik
100 Studierende mit 14 Lehrende aus 6 norddeutschen Hochschulen
nahmen am Wettbewerb teil. Vom 1. Oktober 2001 bis 23. Juni 2002
wurde insgesamt 38.000mal auf www.passivhaus.transcampus.de zugegriffen,
das sind durchschnittlich 145 Zugriffe täglich. Diese wurden
im Mittel von 16 unterschiedlichen Rechnern abgefragt, also wurden
durchschnittlich 9 Seiten pro Besucher aufgerufen.
Sehr beliebt waren die Terminseiten, insbesondere vor anstehenden
Veranstaltungen. Das Tagesprogramm vom Workshop wurde beispielsweise
140mal angesehen.
Auf reges Interesse stießen ebenfalls die Downloads von Skripten.
So wurden z.B. Konstruktionsdetails des Experten Klaus Michael 180mal,
Skripte von Prof. Udo Dietrich und Burkhard Schulze Darup 20-30mal
abgerufen.
Die Dokumentation der Preisverleihung wurde 115 mal aufgerufen,
die Seiten einzelner Projekte je 20-30mal.
Das interaktive Diskussionsforum wurde mit nur 5 Beiträgen
kaum genutzt. Hingegen wurde die Kontaktseite - mit den eMail-Adressen
aller beteiligten Studierenden und Lehrenden - viel verwendet.
Akzeptanz
Die wettbewerbsunterstützende Lehr- und Lernplattform kann
eine sehr positive Bilanz ziehen. Die Zahlen der Statistik zeigen,
dass www.passivhaus.transcampus.de von allen Beteiligten sehr gut
angenommen wurde.
Dazu beigetragen hat sicherlich, dass www.passivhaus.transcampus.de
bei der Einführungsveranstaltung ausführlich vorgestellt
wurde, und die Studierenden gleich zu Beginn aufgerufen waren, die
Seite zumindest für die Anmeldung zum Wettbewerb zu nutzen.
Ebenso konnten die Lehrenden Informationen über sich oder ihre
hochschulinternen Lehrveranstaltungen nur per eMail an den Webmaster
leiten. www.passivhaus.transcampus.de wurde somit auch eine kleine
Fortbildung für die Lehrenden und Studierenden im Umgang mit
dem Internet. Einzelne stießen dabei auf die schwierigen bis
schlechten Möglichkeiten an ihren eigenen Hochschulen. Nicht
alle Lehrenden oder Studierenden konnten über die Hochschulen
ins Netz kommen.
Struktur
Die einfache und klare Struktur der Seite, die sich zum Wettbewerbsbeginn
zunächst nur zögerlich füllte, hat sich bewährt.
Die Übersichtlichkeit konnte auch bei der wachsenden Fülle
an Informationen bis zum Ende gewahrt werden.
Kommunikation und Organisation
Für die Organisation dieses Projektes war die Kontaktseite
ein wichtiges Werkzeug zum schnellen Versenden von Infos an die
Studierenden und/oder Lehrenden. Auch zum reibungslosen Ablauf von
fünf gemeinsamen Veranstaltungen mit jeweils etwa 100 TeilnehmerInnen
von sechs verschiedenen Hochschulen hat www.passivhaus.transcampus.de
beigetragen. Trotz anfänglicher Hemmschwellen wurde das eMailing
von Studierenden und Lehrenden gleichermaßen zur Kommunikation
genutzt.
Information
Die ins Netz gestellten Informationen und Links wurden von den Studierenden
erstaunlich viel genutzt. Erhofft war jedoch auch, dass von den
Studierenden und Lehrenden ein Input kommen würde, d.h. daß
interessante Links oder Buchtips weitergegeben würden oder
auch Fragen zur Diskussion gestellt würden. Der Informationsfluß
ging hingegen fast nur in eine Richtung. www.passivhaus.transcampus.de
war also ein Angebot, das die Beteiligten noch wenig interaktiv
genutzt haben (viele Downloads, wenige Uploads). Lediglich die Referenten
der überregionalen Veranstaltungen stellten ihre Skripte für
Uploads zur Verfügung. Bis auf wenige Ausnahmen nutzten die
Hochschullehrenden www.passivhaus.transcampus.de nicht für
ihre hochschulinternen Veranstaltungen. Die Möglichkeit, aktuelle
Termine, Photos und Pläne als Downloads anzubieten, sowie inhaltliche
Diskussionen ins Forum zu stellen, wurde nicht wahrgenommen.
Pflege
www.passivhaus.transcampus.de bedurfte einer intensiven aktiven
Pflege, da es nicht - wie ursprünglich geplant - nur darum
ging, die Seiten ständig zu aktualisieren, sondern auch darum,
neue Informationen zusammenzutragen.
Fazit
www.passivhaus.transcampus.de wurde als großer Gewinn für
den Studentischen Passivhaus Wettbewerb gesehen, da diese Plattform
eine effektive und effiziente Form der Information, Kommunikation
und Organisation dieser hochschulübergreifenden Kooperation
ermöglichte.
Es zeigte sich, dass der Umgang mit dem Internet an Hochschulen
noch nicht so selbstverständlich ist, wie wir es vermutet hatten.
Einige Hochschulen verfügen nur über un-zureichende technische
Ausstattung. Viele Lehrende und Studierende konnten allerdings in
diesem Projekt ihre Kenntnisse im Umgang mit den neuen Medien wesentlich
erweitern.
Mit www.transcampus.de und dem Medium Internet zu experimentieren
hat den meisten Beteiligten viel Spaß gemacht!
Die Plattform wird weiterhin im Netz bleiben und steht für
weitere hochschulübergreifende Projekte zur Verfügung.
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