Im Winter 1998 lobte die Hochschule für bildende Künste
Hamburg auf Anregung des Fachgebiets Gebäudetechnik einen hochschuloffenen
studentischen Realisierungswettbewerb für den Entwurf einer
2 kWp PV-Anlage aus.
Als Ort wurde das hochschuleigene Gebäude in der Averhoffstraße
festgelegt, das direkt an eine sehr belebte Kreuzung grenzt. Diese
Lage sollte genutzt werden, um die Kunsthochschule als Ort künstlerisch-technischen
Experimentierens öffentlich zu kommunizieren.
Die interdisziplinär zusammengesetzte Wettbewerbsjury aus KünstlerInnen
und FachingenieurInnen entschied sich unter den 15 abgegebenen Arbeiten
für die Sonnenfall(e).
Aus dem Protokoll:
„Weithin sichtbar wird dieses Solarkraftwerk Aufmerksamkeit
erregen und ein auffälliges Zeichen setzen für eine zukunftsweisende
Technologie.“

Für die Realisierung wurden Partner gefunden, die gemeinsam
mit der HfbK im Team dieses Projekt in einem allseits hochengagierten
integralen Planungsprozess verwirklichten.
Ein ABM-Betrieb fertigte das Haupttragwerk in einer ehemaligen Schiffswerft
in Finkenwerder, die Studierenden entwickelten mit einer Wedeler
Solarfirma ein neues Moduldesign und in enger Kooperation mit einem
Arbeitsbereich der TU-Hamburg-Harburg und einem großen Dübelhersteller
wurde ein neues Dübelsystem für die filigrane Aufhängung
der Module zur Marktreife geführt.
Nicht nur für die beteiligten Studierenden und den wissenschaftlichen
Nachwuchs aus HfbK und TUHH, sondern auch für alle beteiligten
Firmen und Sponsoren wurde dieses Hochschulprojekt zu einer gewinnbringenden
Arbeit, an der viel gelernt und experimentiert wurde.
Nach fast 2 ½-jähriger Planungs-, Entwicklungs- und
Bauzeit ging die Sonnenfall(e) im Frühjahr 2002 ans Netz.
In einer großen öffentlichen Veranstaltung wurde sie
am 01. März 2002 u.a. vom Hamburger Oberbaudirektor Prof. Jörn
Walter in Betrieb genommen und anschließend bei einem Photovoltaik-Symposium
- der OTTI-Tagung - der Fachwelt präsentiert.
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